Du willst deinen Haferdrink selber machen und brauchst noch das passende Rezept? Selbst gemachte Hafermilch* wird nämlich schnell schleimig oder läuft in der Mila über. Mit diesem Rezept, das wir extra für die große Mila (1 Liter) erarbeitet haben, passiert dir das nicht: samtig, ohne Schleim, Süße nach Wunsch und mit einer Barista-Variante für den Kaffee. Der Schlüssel sind unsere Enzyme, dazu ein paar kleine Kniffe, die wir beim Testen herausgefunden haben.
Update Juli 2026: Das Rezept wurde von Nicola Steinborn überarbeitet und mit der großen Mila neu getestet. Die älteren Kommentare unter dem Beitrag beziehen sich teils noch auf die frühere Version für die kleine Mila.

Warum werden selbstgemachte Haferdrinks oft schleimig?
Der Grund steckt im Hafer selbst. Erhitzt du ihn mit Wasser, quillt die Stärke auf, verkleistert und bildet ein Gel. Genau diese zähe, schleimige Konsistenz kennst du vielleicht, auch bei uns kam der Haferdrink zuerst ziemlich schleimig aus der Mila. Der Schlüssel dagegen ist ein Enzym: Unsere Enzymlösung N1, eine Alpha-Amylase, spaltet die Stärke auf. Bei rund 70 °C dazugegeben und ein paar Mal verrührt, wird der Haferdrink fast augenblicklich seidig. Wer es zusätzlich natürlich süß mag, gibt danach N2 dazu, dazu weiter unten mehr.
Mehr zu unseren Erfahrungen mit der großen Mila, dem Testablauf und der Frage, was der Pflanzenmilchbereiter gut kann und wo seine Grenzen liegen, findest du in unserem Mila-Praxistest.
Aktuelles Rezept 2026 – große Mila (800 ml)
Auf einen Blick
Arbeitszeit: ca. 10 Minuten
Zubereitung in der Mila: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 30 Minuten, zzgl. Einwirk- und Abkühlzeit
Menge: 800 ml
Das brauchst du (für 800 ml in der großen Mila)
- 800 ml Wasser
- 65 g Haferflocken
- 2 TL MCT Kokosöl (optional)
- 1 Prise Salz
- 2 Tropfen Enzymlösung N1
- 2 Tropfen Enzymlösung N2
So kannst du dir den perfekten Haferdrink selber machen
- Wasser bis zur 800-ml-Markierung einfüllen, dann Haferflocken, Öl und Salz oben in die Mixkammer geben.
- Unter ‚Capacity‘ 800 ml auswählen. Das ‚Grain‘-Programm der Mila starten (ca. 20 Minuten). Der Hafer wird jetzt erhitzt und fein püriert.
- Der Haferdrink wird am Ende in die Glaskaraffe ausgegeben. Nicht wundern: Das passiert in zwei Schritten, also einfach abwarten, bis es am Ende piept.
- Einmal gründlich umrühren und anschließend ein Thermometer eintauchen.
- Sobald der Drink auf etwa 70 °C abgekühlt ist (je nach Umgebungstemperatur nach etwa 5 Minuten), die 2 Tropfen N1 dazugeben und wieder ein paar Mal umrühren. Der Schleim verschwindet, der Drink wird sofort seidig.
- Bei etwa 60 °C (nach weiteren ca. 10 Minuten) die 2 Tropfen N2 dazugeben, umrühren und etwa 20–40 Minuten einwirken lassen. Je länger N2 wirkt, desto stärker entwickelt sich die natürliche Süße.
- Für ein besonders feines Ergebnis den Haferdrink nach der Enzym-Einwirkzeit und ausreichendem Abkühlen durch einen Leinen-Filterbeutel abseihen.
- In eine saubere Flasche füllen und im Kühlschrank lagern.

Barista-Variante für Kaffee
Wenn dein Haferdrink im Kaffee schäumen und schön cremig sein soll, brauchst du nur zwei kleine Ergänzungen. So kannst du auch deinen Baristadrink selber machen:
- Gib zusätzlich zum Grundrezept 1 TL mehr Öl (also insgesamt 3 TL) und einen gestrichenen TL Sonnenblumenlecithin direkt mit in die Mixkammer.
- Bereite den Haferdrink dann wie gewohnt zu.
- Fertig ist dein Barista-Haferdrink, sämig, fein aufschäumbar und ideal für Cappuccino und Latte.

Weniger süße Variante
Wenn du deinen Haferdrink lieber weniger süß magst, lässt du einfach das Enzym N2 weg und arbeitest nur mit N1. N1 spaltet die Stärke auf und sorgt für die seidige Konsistenz, ohne dass die natürliche Süße entsteht, für die N2 sorgt. Ergebnis: ein neutraler Haferdrink, der sich pur, im Müsli oder beim herzhaften Kochen besonders gut macht.
Wenn etwas nicht klappt
- Läuft über: zu viel Hafer auf einmal. Verringere die Menge und taste dich vorsichtig heran.
- Zu dünn: etwas mehr Hafer nehmen oder einen Tick weniger Wasser.
- Noch schleimig: N1 hat nicht voll gewirkt. Temperatur prüfen und ein paar Mal verrühren.
- Zu süß: N2 reduzieren oder weglassen und nur mit N1 arbeiten.
- Krümelig: mit dem Leinen-Filterbeutel abseihen, ein Haarsieb reicht oft nicht.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Frischer Haferdrink hält sich im Kühlschrank etwa 2 bis 3 Tage. Wichtig ist ein sauberes Gefäß: Wir spülen die Flasche vor jedem Befüllen mit kochendem Wasser aus, das hält den Drink länger frisch. Fülle ihn zügig ab und stell ihn gleich kühl. Setzt sich etwas ab, schüttelst du ihn vor dem Trinken kurz auf. Das ist bei selbst gemachtem Haferdrink ganz normal, weil er nicht industriell homogenisiert und stabilisiert wird.
Wenn du den Haferdrink länger haltbar machen möchtest, findest du hier unsere Hinweise zum Erhitzen und zur Haltbarkeit.
Archiv-Hinweis: Unser ursprüngliches Rezept wurde 2022 von Almuth erstellt und bewusst stehen gelassen. Es entstand mit der Mila Mini und den Erfahrungen von damals. Die aktuelle, weiterentwickelte Empfehlung findest du oben; hier siehst du, wo alles angefangen hat.
Ursprüngliches Rezept von 2022 (Mila Mini, 600 ml)
Getreidedrinks mit Zugabe der Haferdrink-Enzyme können auch in einem „Vegan Milkmaker“, Nussmilchvollautomaten oder Pflanzendrinkbereiter wie z. B. der MILA (1 Liter) von Springlane oder der MARCIA (Hersteller: Klarstein) hergestellt werden. Wir haben es an einer MILA Mini (0,6 Liter) getestet und mit Hilfe von weiteren Erfahrungsberichten erweitert, sodass es sich hoffentlich auf möglichst viele Pflanzendrinkvollautomaten übertragen lässt. Schaut auch in die hilfreichen Kommentare unten oder kommentiert selbst.

Zubereitung in einer MILA Mini (600 ml)
- 12 g Haferflocken in die Kammer geben und das ‚Grain‘ Programm und 600 ml einstellen. Dieses Programm dauert 16 Minuten und erhitzt das Wasser auf ca. 80°C. Das Programm kann also erst einmal ungestört durchlaufen.
- Sobald der Haferdrink fertig ist und die Mila piept, kann die Glaskanne rausgenommen werden.
- Warte 1-2 Minuten, bis der Haferdrink auf 75 °C abgekühlt ist. Dann einen Tropfen vom Haferdrink-Enzym N1 hinzugeben, verrühren und der Deckel wieder auf die Kanne setzen.
- Nach ca. 10 Minuten hat der Haferdrink schon eine Temperatur unter 65 °C erreicht, sodass 1-2 Tropfen der Haferdrink-Enzyme N2 hinzugegeben werden können. Nach weiteren 20-40 Minuten – je nach Geschmacksvorliebe – ist der Haferdrink fertig.
- Optional (wir empfehlen es) kann der fertige Drink durch einen Leinen-Filterbeutel abgeseiht werden. Das Ergebnis ist durch das Filtern dann sämiger und feiner, d. h. weniger kratzig im Hals.
Allgemeine Hinweise und Tipps
- Die Haferflockenmenge für den Pflanzendrinkbereiter kann stark von unserem klassischen Rezept abweichen. Achte dafür auf die in der Bedienungsanleitung oder einem beigelegten Rezeptheft angegebene Menge. Bei der Mila Mini sind es beispielsweise 12 g Haferflocken für 600 ml. Bei Überdosierung schäumt es und läuft über! Bei einer großen Mila für 1 Liter sollten bis zu 50 g Haferflocken in einem Durchgang verwendbar sein. Das war unsere damalige Empfehlung; die aktuelle getestete Variante findest du oben.
- Mindestens für den ersten Durchlauf empfiehlt es sich, ein Thermometer bereitzuhalten, um einen Eindruck zu bekommen, auf welche Temperatur der Pflanzendrinkbereiter erhitzt. Bei der MILA Mini sind es im Grain-Programm über 80°C, deshalb sollten die Enzyme erst nach dem Durchlauf hinzugefügt werden, wenn der Haferdrink auf ca. 75°C oder weniger abgekühlt ist. Habt das bei eurem Pflanzendrinkbereiter im Blick.
- Auch ein Barista-Haferdrink lässt sich nach dem vollständigen Durchlaufen durch einen Pflanzendrinkbereiter noch herstellen.
Video zum ursprünglichen Mila-Rezept von 2022
Zubereitung von Hafermilch* in der Mila unter Verwendung der Haferdrink Enzyme N1/N2
FAQ: Haferdrink mit der Mila zubereiten
Bei selbst gemachtem Haferdrink ist etwas Bodensatz ganz normal. Feine Haferbestandteile setzen sich mit der Zeit ab, weil der Drink nicht wie ein industrielles Produkt homogenisiert und stabilisiert wird. Vor dem Trinken einfach kurz schütteln. Durch das Abfiltern mit einem feinen Leinen-Filterbeutel lässt sich der Bodensatz deutlich reduzieren und je nach Filterung nahezu vollständig entfernen.
Nein, zwingend nötig ist es nicht. Wir empfehlen das Filtern aber, wenn du einen besonders feinen und seidigen Haferdrink möchtest. In unserem Test blieben trotz der Mila noch feine Haferteilchen zurück, die ein Haarsieb nicht vollständig entfernt hat. Mit einem Leinen-Filterbeutel wird der Drink deutlich glatter. Lass ihn vorher ausreichend abkühlen, besonders wenn du den Beutel mit den Händen ausdrückst.
Nicht jede Haferflocke schmeckt im fertigen Drink gleich. Je nach Sorte und Hersteller kann der Haferdrink milder, cremiger, getreidiger oder teilweise auch etwas bitter oder muffig schmecken. Wenn dir der Geschmack nicht zusagt, lohnt es sich deshalb, andere Haferflocken auszuprobieren.
Gute Erfahrungen haben wir bisher unter anderem mit Feinblatt-Haferflocken von Spielberger, Rolle Mühle und Kölln gemacht. Entscheidend ist am Ende aber auch der persönliche Geschmack.
Welche Haferflocken verwendet ihr für euren Haferdrink? Schreibt eure Erfahrungen gern in die Kommentare.
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Da zusätzliche Zutaten Konsistenz und Schaumbildung verändern können, empfehlen wir, mit kleinen Mengen zu starten und dich an deine Lieblingsmischung heranzutasten. Selbst getestet haben wir diese Mischungen bei der aktuellen Überarbeitung nicht. Aus unserer Community gibt es aber gute Erfahrungen mit kleinen Mengen Cashews oder Sojaflocken zusammen mit Hafer.
Ja. Sobald N1 und – falls gewünscht – N2 zugegeben wurden und die jeweilige Einwirkzeit abgeschlossen ist, kannst du den noch warmen Haferdrink direkt für Kaffee oder Kakao verwenden. Wenn du ihn vorher filtern möchtest, lass ihn so weit abkühlen, dass du sicher mit dem Leinen-Filterbeutel arbeiten kannst.
In Nicolas Test wurde die Barista-Variante mit etwas mehr Öl und Sonnenblumenlecithin sämiger und ließ sich gut feinporig aufschäumen. Geschmacklich und von der Konsistenz kam sie für sie sehr nah an einen industriellen Barista-Drink heran. Sie eignet sich damit gut für Cappuccino und Latte. Das genaue Schaumergebnis kann je nach Aufschäumer etwas variieren.
Ja. N2 kannst du einfach weglassen, wenn du einen weniger süßen Haferdrink möchtest. N1 bleibt dabei wichtig für den Stärkeabbau und die seidige Konsistenz. Genau dafür findest du weiter oben unsere weniger süße Variante nur mit N1.
Hafer kann beim Erhitzen stark aufschäumen. Häufig liegt Überlaufen deshalb an einer zu großen Hafer- oder Gesamtmenge. Reduziere die Menge und taste dich vorsichtig heran. Unsere aktuelle 800-ml-Variante hat im Test mit der großen Mila funktioniert.
Meist hat die Stärke noch nicht ausreichend abgebaut werden können. Prüfe, ob N1 bei der passenden Temperatur zugegeben wurde, und verrühre den Drink gründlich. Auch eine zu große Hafermenge kann den Drink deutlich dicker machen. Im aktuellen Rezept geben wir N1 bei etwa 70 °C dazu.
Nötig ist es nicht, aber es macht es leichter. Die Enzyme wirken am besten in einem bestimmten Temperaturbereich, und mit einem Thermometer triffst du den ganz genau. Ohne geht es aber auch: Mit unserer Anleitung im Rezept für die Mila. Ein passendes Stab- oder Rührthermometer nimmt dir das Rätselraten aber ab und sorgt von Anfang an für ein sicheres Ergebnis.



Kleines Update für alle, die diesen Beitrag und die bisherigen Kommentare verfolgen: Wir haben das Mila-Rezept im August 2026 noch einmal umfassend überarbeitet und diesmal auch mit der großen Mila neu getestet.
Oben im Beitrag findet ihr jetzt ein aktuelles Rezept für 800 ml, eine weniger süße Variante nur mit N1, die Barista-Variante sowie Tipps bei typischen Problemen und neue FAQ.
Wichtig zur Einordnung: Viele der älteren Kommentare hier beziehen sich noch auf unser ursprüngliches Rezept von 2022 für die Mila Mini. Dieses haben wir deshalb weiter unten bewusst als Archiv stehen lassen.
Wenn ihr das neue Rezept ausprobiert, schreibt gern dazu, welche Mila ihr verwendet und wie euer Ergebnis geworden ist – so können die Erfahrungen hier weiter wachsen.
Danke an alle und herzliche Grüße in die Community & Familie – Benedikt
REZEPT FÜR HAFERMILCH – CREMIG & NICHT SÜSS
zubereitet in der MILA MINI bestehend aus:
(Vollkorn)Haferflocken, Cashewenüsse, Prise Salz, 1 Tr der N1 Enzymlösung
Damit die Hafermilch schön dick und cremig wird, bereite ich diese in der Mila in zwei Durchläufen zu je 300 ml zu.
Ich reduziere also die Wassermenge – da bei einer zu großen Menge Haferflocken die Maschine überkochen würde. So erhalte ich eine etwas dickflüssigere Milch.
Ich stelle hierfür die MILA auf 300ml und Brain ein, nehme den kleinen mitgelieferten Messbecher (der etwa 26 g Haferflocken aufnehmen kann). Ich befülle diesen kleinen Messbecher zu einem 1/3 mit Cashewnuss-Bruch und dann randvoll mit Haferflocken (das entspricht etwa 1 TL Nussbruch und 20 g Haferflocken) sowie einer Prise Salz.
Nun die Maschine starten und durchlaufen lassen inklusive Waschgang und allem. Denn Schmutzwasserbehälter ausleeren, den Wasserbehälter auffüllen und das gleiche wie oben beschrieben wiederholen.
Die Milchkanne mit den 300 ml frischer Hafermilch einfach weiterbenutzten, sodass am Ende des zweiten Durchlaufs ingesamt 600ml Hafermilch enthalten sind. Der Trick ist, dass während des zweiten Durchlaufen die Milch schon leicht abkühlt.
Ich kann daher am Ende des zweiten Durchlaufs meine 600 ml Hafermilch mit nur 1 Tropfen der N1 Enzyme versorgen, da die Temperatur nun gut um die 72 Grad sein dürfte. Ein paar mal umrühren, die Milch ist nun nicht mehr schleimig, aber nicht süß (was ich persönlich eben nicht mag), aber hat eine gute Konsistenz, die echter Milch ähnelt.
Nun fülle ich meine Hafermilch in eine Milchglasflasche ab und bewahre sie im Kühlschrank auf.
Liebe Nectarianer,
kürzlich habe ich eine Enzymset bei euch gekauft zur Herstellung von Hafermilch.
Ich habe das Rezept für die Mila Mini für 600ml angewendet, da ich diese genau habe.
Allerdings habe ich mit mit 26 g (Vollkorn)Haferflocken gearbeitet (indem ich einfach den von Mila mitgelieferten Messbecher voll machte). Dann ich die Enzyme wie oben beschrieben hinzugefügt.
Mir war die Milch jedoch zu dünnflüssig, auch war sie mir zu süß – aber das sind natürlich persönliche Vorlieben.
Nun meine Fragen an Euch:
kann ich auch nur mit der N1 zum „Entschleimen“ arbeiten und N2 weglassen?
kann ich den N2 stoppen, damit die „angenehme Süße“ nicht zu stark wird?
Oder sollte die Zubereitung immer mit N1 und N2 vollständig erfolgen?
Ich würde mich sehr über Feedback freuen,
herzlichen Gruß,
Marie
Du hast es genau richtig beobachtet: Im Mila-Rezept ist die Hafermenge recht gering, daher wird der Drink eher dünn. Du kannst die Menge vorsichtig erhöhen (z. B. 25–35 g auf 600 ml), musst aber schauen, dass nichts überläuft.
Zur Süße: Diese entsteht durch N2. Du kannst sie gut steuern, indem du
– weniger N2 verwendest (z. B. 1 Tropfen)
– die Wirkzeit verkürzt
– oder N2 ganz weglässt
Nur mit N1 zu arbeiten ist also problemlos möglich – der Drink wird dann weniger süß und etwas getreidiger.
Für mehr Cremigkeit kannst du zusätzlich etwas MCT-Kokosöl und Sonnenblumen-Lecithin ergänzen. Einige nutzen auch die Zugabe von Cashew oder Nussmus.
Gib gern Rückmeldung, was für dich am besten funktioniert 🙂
Hallo!
Ich habe eine Mylky Maschine zum geburtstag bekommen und bin jetzt eifrig am rumprobieren. Habe erst nur mit Sonnenblumenlecithin probiert, dabei blieb es aber bei der schleimigen Konsistenz wenn ich die Milch erhitzt habe. Jetzt habe ich mir die Enzyme organisiert. Meine Frage ist jetzt nur wegen dem erhitzen.
Bei der Mylky wird in einem Schritt mit kaltem Wasser die Milch hergestellt. Dass dann die Reste im Filterbehälter bleiben.
Soll ich danach die Milch erhitzen und die Enzyme beifügen oder macht das keinen Sinn?
Bin etwas ratlos. Vielen Dank, freu mich über Input!!
Das Ding ist nur ich
Danke dir, Lu, für deine Frage zum Mylky!
Einen ganz wichtigen Punkt sprichst du an: Die Mylky arbeitet komplett ohne Erhitzen. Damit bleibt aber die Stärke im Hafer „roh“ – und genau diese Stärke muss vor dem Filtern durch Hitze zugänglich gemacht werden, damit die Enzyme wirken können.
Ohne Erhitzen = schleimige Konsistenz, auch mit Lecithin.
Mit Erhitzen + Enzymen = gute Trinkkonsistenz (ohne Schleim)mit leichter natürlicher Süße
Wenn du dein Enzym-Set in den nächsten Tagen bekommst, liegt auch eine Anleitung bei – darin findest du auch das Temperatur-Wirkspektrum der Enzyme.
Mein Vorschlag für den Mylky:
1) Hafer + Wasser erst in einem Topf auf 70–75 °C erhitzen.
2) N1 hinzugeben und wirken lassen.
3) Dann abkühlen lassen auf ca. 60 °C N2 zugeben.
4) Erst danach alles in der Mylky wie gewohnt weiterverarbeiten (mixen + filtern).
Wir selbst haben noch keine Mylky hier, aber wir sammeln gerade gemeinsam mit der Community Hinweise und bauen dafür eine Übersicht auf:
FAQ zu Pflanzenmilchbereitern:
https://www.nectarbar.de/faq-fragen-und-antworten/faq-category/pflanzenmilchbereiter/
Melde dich gern wieder, wenn du Rückmeldung aus deinen nächsten Versuchen hast. Das kann dann auch für andere hilfreich sein, die eine sogennante Mylky Milchmaschine haben.
Hallo, benötigt man wirklich nur 12g Haferflocken? Für die große Mila 50g, wo Volumen 1L nicht mal doppelt so groß ist…
Hallo Julja!
Der Grund, warum im Rezept 12 g Haferflocken für 600 ml angegeben sind, ist folgender:
Mit dieser Menge wird das Risiko überschaubarer, dass der Drink zu stark schäumt oder überläuft bei der kleinen MILA Mini. Durch den Austausch mit anderen, die eine Mila verwenden, kam der Hinweis, dass die Mila bei zu viel Haferflocken auch überlaufen kann. Im Vergleich zu unserem Standard-Rezept für einen Mixer oder Pürierstab (110 g auf 1 Liter), ist das Ergebnis in der Mila etwas leichter und milder, aber auch lecker.
Bei der großen MILA für 1 Liter kann laut den Erfahrungen von anderen Anwender:innen bis zu ca. 50 g Haferflocken verwendet werden. Das ist eine obere Richtlinie, mit der man experimentieren kann, je nachdem wie cremig man den Drink möchte.
Wenn du möchtest, kannst du mit einer moderaten Menge starten (z. B. 30-40 g) und schauen, wie dir Textur und Geschmack gefallen. Vielleicht ist dir 50 g schon zu viel — hängt evtl. auch von den verwendeten Haferflocken ab, denn je nach Sorte / Hersteller, schäumen einige stärker als andere.
Ich freue mich, wenn du berichtest, wie dein Ergebnis war. ?
Hallo zusammen, ich hab auch ein gutes Rezept für die Mila entwickelt. Man vermahlt Hafer und Dinkelkörner 1:1 im Mixer zu grobem Mehl, dann füllt man 65g davon in die Mila (ich hab die große) füllt Wasser für 800ml ein und lässt das Programm „Grain“ laufen. Wer die kleine Mila hat, nimmt 40g auf einen halben Liter. Danach auf 70° abkühlen lassen, 2 Tropfen N1, bei 60° 2 Tropfen N2, also das ganz normale Verfahren. Dann durch einen Nussmilchbeutel o.ä. filtern und ab in den Kühlschrank damit. Es kocht nichts über und die Milch schmeckt fast wie die ungezuckerte aus dem Supermarkt.
Liebe Heike, vielen Dank für das Teilen Deines Rezepts!
Guten Tag ihr Lieben,
vielen Dank für den nützlichen Beitrag.
Die Haferdrink-Enzyme hatte mir vor über einem Jahr gekauft, war aber noch nicht vollkommen überzeugt. Nachdem ich mir dann vor ungefähr einem halben Jahr die große Mila zugelegt hatte, mit der Haferflockenmenge ein bisschen experimentiert und die Enzyme angewendet habe, kaufe ich gar keine fertige Hafermilch mehr. Die schmeckt nun im Vergleich unnatürlich und viel zu süß.
Ich mache auf 1.000ml Wasser 35 Gramm Haferflocken (selbst gequetscht), zusätzlich 35 Gramm geschälte Hanfsamen und eine halbe Dattel. Es läuft/schäumt nicht über, da die große Mila bei einer Menge von 1.000ml nicht das gesamte Wasser auf einmal in den Mix-Behälter spült. Nach 15 Minuten wird der erste Teil ausgespült und der zweite Teil des Wassers wird in den Behälter gespült. Von daher teile ich auch die 70 Gramm Hafer/Hanf in zwei Teile und fülle jeweils nur die Hälfte ein.
Ich mache immer gleich zwei Durchgänge (=2.000ml). Die Hafer/Hanfmilch hält sich bei mir ohne weiteres eine Woche im Kühlschrank.
Herzliche Grüße
Cedrik
Danke Cedrik, dass du dein Rezept für die Zubereitung im großen Mila Pflanzenmilchbereiter geteilt hast. Das ist total hilfreich! Auch die Möglichkeit direkt 2 Liter zuzubereiten, hilft sicher einigen, die einen höheren Verbrauch haben.
Hallo, Ihr Lieben!
Für unsere Zwecke ist der Haferdrink Naturell von BioBio (Wasser, 12% Vollkornhafer, Sonnenblumenöl, Meersalz) der leckerste, weil er wunderbar süß ist.
Den versuche ich mit unserer Mila nachzubauen, habe auf einen Liter belebtes Osmosewasser und 12 g Haferflocken beide Enyme (2 Tropfen N1 + bis zu 5 Tropfen N2) nach Anleitung, statt Meer- unser rosa Kristallsalz und statt Sonnenblumenöl ein paar Blattmandeln verarbeitet, aber leider erhalte ich nicht diese wunderbare Süße.
Gibt es da bitte hoffentlich noch weitere Tricks?
Liebe Iva, welche Mila hast Du, die gro´ße? Und mit welchem Programm machst Du es bisher? Und gibst Du die Enzyme am Ende dazu oder direkt mit zu den Haferflocken? Zunächst einmal wäre es wichtig darauf zu achten, dass die Temperatur nicht zu hoch ist – also wenn Du es am Ende, in den „fertigen“ Haferdrink hinzufügst, miss doch mal die Temperatur, die der Drink hat, wenn er aus der Mila kommt. Das Zweite, was mir auffällt: 12g pro Liter sind natürlich nicht viel… Das heißt, die Süße, die ja in den Haferflocken steckt und durch die Enzyme freigelegt wird, ist natürlich sehr viel geringer, als bei dem gekauften Drink, wo 12% ja einer 10fachen Menge, also 120 Gramm Haferflocken pro Liter entspricht. Und als Letztes ist dann natürlich auch noch die Einwirkzeit der Enzyme von Bedeutung, und dass diese in ihrem ungefähren Temperaturoptimum sind, um gut arbeiten zu können – hast Du das mal überprüft?
Ich hoffe das hilft Dir erstmal weiter – gib uns gerne eine Rückmeldung dazu! Herzliche Grüße, Almuth
Danke, lieber Almuth!
Ja, wir benutzen
die große Mila
im Pflanzendrink-Programm und
die Enzyme gebe ich erst nach entsprechender Abkühlung ab 70° bzw. ab 60°C bei, allerdings werde ich mit N2 künftig noch bis unter 55° warten, was Benedikt mir zwischenzeitlich geraten hat.
12 g Haferflocken sind die Menge, die Euer Rezept und das der Mila vorschlagen. BioBio schreibt von 12 % Haferflocken, und ich schätze das ‚mal so auf 120 Gramm, aber wie soll ich das mit der Mila anstellen, ohne dass sie überläuft… (5 Durchgänge mit je 24 g vielleicht…)
Ich werde Euch gerne berichten
Liebe Iva, wir haben 12g Haferflocken für 600ml genommen – wenn Du die große Mila hast, kannst Du mal probieren die Menge etwas zu erhöhen. Aber ja, man muss auf jeden Fall aufpassen, dass es nicht überläuft… Probiere doch auch parallel mal einen Haferdrink nach unserem mit den Enzymen mitgelieferten Rezept (also ohne Mila, mit 100-120g Haferflocken) und vergleiche den Geschmack. Denn wie gesagt, ich vermute so viel mehr Süße lässt sich aus 12g Haferflocken nicht mehr rausholen…
Wir haben jetzt zweimal hintereinander 30 Gramm Schmelzflocken benutzt für 600 ml Produkt, und es ist tatsächlich viel leckerer geworden, – allerding auch leicht übergelaufen. Wir sollten künftig etwas reduzieren.
Bei meiner Lieferung wurde übrigens leider gar kein Rezept mitgeliefert. Ist das denn anders, als auf der Webseite?
Liebe nectars… ich liebe eure enzymlösung und mache werbung für euch wo es geht! Tatsächlich hab ich jetzt mal durch zufall eine oatly probiert und ja, die schmeckt schon genial. ich glaube, dass es vor allem an der konsistenz liegt (die süsse kann ich ja eh selbst beeinflussen, im 2. schritt), habt ihr eine ahnung was die zur bindung nehmen könnten? normale mais oder kartoffelstärke ist immer gleich so pappig…
ansonsten danke an euch, ich spar soooovieeel müll und es schmeckt auch gut
Liebe Angelika, danke für Deinen Kommentar! Wie Du schon entdeckt hast, gibt es schon ein paar Erfahrungswerte auf der Barista-Rezept Seite. Wenn Du herumexperimentierst und zu guten Ergebnissen kommst, freuen wir und bestimmt auch andere sich sehr darüber, wenn Du sie auch mit uns teilst! Liebe Grüße, Almuth
Hallo! Ich habe zwar keine Mila, aber einen „Vegan Milker“ mit Behälter, einsetzbarem Filter und Mörster, den ich jetzt auch schon oft verwendet habe.
Bis jetzt habe ich immer nur 500 ml Milch gemacht und das hat ganz gut funktioniert, ich würde aber jetzt gerne 1 Liter auf einmal machen und da mache ich mir Sorgen, dass sich die Enzyme nicht gründlich genug überall verteilen, wenn der Filter noch im Behälter ist. Deswegen frage ich mich, ob ich ihn schon vorher mit dem Hafer-Rest entfernen könnte.
Glaubt ihr es würde bei mir auch funktionieren, wenn ich den Hafer nach dem Mixen mit Pürierstab gleich abfiltere und danach die Enzyme hinzufüge (anstatt erst ganz am Ende abzufiltern)? Wenn ich alles richtig verstanden habe, ist es ja bei der Mila auch so…
Hoffe ich hab mich klar genug ausgedrückt!
Hallo Amy, die Enzyme können dann wirken, wenn sich die Stärke gelöst und dickflüssig geworden ist (dafür ist im ersten Schritt die erhöhte Temperatur nötig, 70-75 °C). Wenn du die Enzyme nach dem Filtervorgang hinzugibst, wird die Fermentation sicher auch stattfinden, nur ist evtl. das Ergebnis dann weniger intensiv, je nachdem wieviel Stärke im gefilterten Mix jetzt noch verfügbar ist.
Probiere es am besten aus und berichte uns auch gern, wie es für dich geklappt hat! Wir haben das Rezept mit dem Vegan Milker noch nicht ausprobiert.
Bei der Mila gibt es als Zubehör ein Sieb, um den fertigen Drink dann noch abzufiltern. Soweit mir bekannt, filtert die Mila nicht selbst im Gerät. Das kann dann selbst, je nach Vorliebe, anschließend durchgeführt werden. Daher empfiehlt Mila in ihrem Haferdrink-Rezept für den Haferdrink Instant- bzw. Schmelzflocken zu verwenden, da sich diese auflösen. Sonniger Hafergruß- Benedikt von NECTARBAR
Ach so, verstehe – vielen Dank!
Dann probiere ich es einfach mal aus und melde mich gerne wieder 🙂
Liebe Grüße
Amy
So! Jetzt hab ich noch ein bisschen experimentiert und mein – momentan – ultimatives Rezept mit dem Vegan Milker gefunden:
1000 ml Wasser (70°C)
120 g Haferflocken (ich nehme Alnatura, feinblatt)
2 Tropfen N1 – 30 Minuten einwirken lassen
2 Tropfen N2 – 40 Minuten einwirken lassen
½ TL Sonnenblumenlecithin – am Ende gründlich mit dem Pürierstab durchmixen, damit keine Klümpchen überbleiben
Das funktioniert m. E. sehr gut, auch wenn das Gefäß ein bisschen zu voll ist. Man kann den Filter leicht anheben, wenn der Pürierstab sonst zu tief in der Flüssigkeit steht. Die Enzyme verteilen sich jedenfalls trotzdem gut, was ja meine Frage war ??
Den Filter direkt nach dem Mixen zu entfernen geht auch, die Milch wird aber weniger cremig – da will ich vielleicht noch ein bisschen experimentieren, da es aber doch auch mit der größeren Menge gut möglich ist, bleibe ich für’s Erste mal dabei.
Liebe Amy, toll, vielen Dank für das Teilen Deiner wertvollen Erfahrung!!
Liebes Nektabar-Team
Ich bin begeistert von der Enzymlösung! Die Hafermilch bereite ich mit einem Pflanzenmilchbereiter zu und verwende die Enzyme wie hier beschrieben.
Bisher habe ich die Milch kalt verwendet. Kürzlich habe ich sie zum Backen verwendet, das Ergebnis was leider nicht so toll. Der Teig ist beim Erhitzen irgendwie flüssig geworden.
Beginnen die Enzyme beim Erhitzen wieder zu wirken? Habt ihr mir einen Tipp?
Hallo Annika, vielen Dank für deine dankbare Rückmeldung! Und es ist gut, dass du dich mit dieser wichtigen Frage zum Backen meldest.
Bei der Verwendung von selbstgemachter Hafermilch* zum Backen ist es ganz wichtig, dass die Enzyme zuerst vollständig deaktiviert werden. Denn sonst verflüssigen sie die Stärke im Mehl und der Teig wird nicht fest. Selbes gilt auch beim Zubereiten von Pudding. Zuerst muss der Haferdrink unter rühren aufgekocht werden, 1 Minute sollte dafür ausreichen. In manchen Fällen auch etwas länger (bis zu 3 Minuten). Anschließend kannst du den Pflanzendrink auch im Teig einsetzen und ebenso Pudding damit zubereiten.
Du kannst das Thema auch hier in unseren FAQ nochmal nachlesen: Ist selbstgemachte Hafermilch für Rezepte mit Mehl, Pudding oder Pfannkuchen geeignet?
Damit sollte es jetzt klappen! Wenn nochmal Fragen aufkommen, melde dich gern.
Vielen Dank!
Liebe Petra,
vielen Dank für Deinen wertvollen Kommentar und alles Gute für Dich!
Liebes Nektarbar Team, ich danke Euch für diese tolle Enzymlösung. Da ich leichten Diabetis habe, möchte ich auf so viel Zucker wie möglich verzichten. Die Hafermilch ist da eine gute Alternative zur Kuhmilch. Ich mache meine Hafermilch in der großen Mila aber mit 50 g Hafer auf 500 ml Wasser. Dabei schäumt auch nichts über. Nach dem abkühlen 1 Tropfen der N1 Lösung dazu, einwirken lassen, durch ein Sieb laufen lassen und einfach nur genießen. Der Geschmack ist einfach spitze! Vielen Dank für dieses tolle Produkt. Ich kann es nur uneingeschränkt empfehlen! Danke, danke, danke