
Ich habe mir den Pflanzendrinkbereiter Mila (1 Liter) von Springlane angeschafft, um mir täglich frische Hafermilch* zu machen – und das mit so wenig Aufwand wie möglich. Wichtig war mir, dass die Maschine den Drink auch erwärmt, und den Ausschlag gab am Ende das Reinigungsprogramm. Die Frage, die sich beim Kauf wohl alle stellen, ist genau die, die ich auch hatte: Hält die Mila, was sie verspricht? Nimmt sie einem die Arbeit wirklich ab, klappt das mit dem Haferdrink, und wie alltagstauglich ist das Ganze letztendlich? Genau das habe ich über mehrere Wochen ausprobiert, und hier erzähle ich dir ehrlich, was dabei herauskam.
Kurz vorweg: Ja, mit der Mila bekomme ich richtig guten Haferdrink hin, cremig und samtig. Es braucht ein bisschen Herantasten, aber weniger, als ich dachte. Nach ungefähr dem dritten Versuch hatte ich mein perfektes Ergebnis, und genau daraus ist das Rezept entstanden, das du auf unserer Rezeptseite findest.
Was die Mila macht – und was nicht
Der Pflanzendrinkbereiter Mila nimmt mir fast die gesamte Arbeit ab. Ich fülle Wasser und weitere Zutaten ein, starte das Programm, und der Rest läuft von allein: Sie erhitzt, zerkleinert und mixt. Selbst dazugeben muss ich nach Programmende nur die Enzyme N1 und bei Bedarf N2. Und dank der automatischen Reinigungsfunktion gibt es nach der Nutzung auch nur wenig zu tun: den Auffangbehälter mit dem Schmutzwasser aus der Reinigung leeren. Ich öffne auch immer den Deckel der Mixkammer, damit das Kondenswasser verdunsten kann. Und laut der beiliegenden Anleitung ist ab und zu die Reinigung des Wassertanks, des Silikonventils und der Metallstifte fällig – daran würde ich mich unbedingt halten, wir wollen ja lange etwas davon haben.
Es gibt inzwischen verschiedene Pflanzendrinkbereiter, die Mila ist nur eine davon. Ich habe bisher keinen anderen getestet, deshalb ist das hier ein ehrlicher Erfahrungsbericht zur Mila und kein Gerätevergleich. Einen größeren Vergleich hebe ich mir für einen eigenen Beitrag auf.

Warum Haferdrink schleimig wird und wie die Enzyme helfen
Ein Punkt hat mich am Anfang gewundert, deshalb erkläre ich ihn hier etwas genauer. Erhitzt du Wasser mit Haferflocken, entsteht eine Art Haferschleimsuppe.
Der Hauptgrund für die dicke Konsistenz ist die Stärke im Hafer. Sie verkleistert und bildet ein Gel, und genau daraus entsteht die zähe, schleimige Konsistenz, die viele vom ersten Versuch kennen. Lösen lässt sich dieses Problem mit Enzymen. Das Erhitzen der Mila ist dabei kein nettes Extra, sondern der eigentliche Schlüssel: Erst dadurch wird die Stärke überhaupt zugänglich, und das ist die Voraussetzung, dass die Enzyme wirken können.
Die Enzymlösung N1 enthält eine Alpha-Amylase, deren Anwendung auf den Stärkeabbau in Hafer- und Getreidedrinks abgestimmt ist. Sie spaltet die Stärke in kleinere Bestandteile auf, dadurch wird der dickflüssige Brei dünnflüssiger und lässt sich leichter abseihen. Sobald ich N1 bei rund 70 °C dazugegeben und ein paar Mal umgerührt hatte, wurde aus der schleimigen Masse wie durch ein Wunder ein seidiger Drink. Das war mein Aha-Moment. Wer es zusätzlich natürlich süß mag, gibt danach N2 dazu, das einen Teil der Stärke in ihre süßen Bausteine umwandelt.
Ich mache seit über einem Jahr meine Pflanzenmilch mit einer Springlane MILA selber und durch eure Enzyme habe ich leckerste Hafermilch!
Barbara · Community-Rückmeldung
Mein Test: So bin ich vorgegangen
Angefangen habe ich mit der beiliegenden Anleitung: Einschalten und das passende Programm sowie das Maß auswählen. Springlane rät dazu, in der kleinen Mila maximal 300 ml und in der großen Mila maximal 500 ml Haferdrink auf einmal zuzubereiten, da Haferflocken stark aufschäumen können. Ich habe in meiner Großen mit einer kleinen Menge gestartet, zuerst 300 ml, dann 500 ml, zum Schluss 800 ml. Und mir ist nie etwas übergelaufen. So habe ich mit den verschiedenen Mengen und Zutaten herumprobiert und auch unterschiedliche Haferflocken getestet, denn die machen tatsächlich einen Unterschied – vor allem geschmacklich. Ich persönlich nutze derzeit die Feinblatt-Haferflocken von Kölln. Drei Varianten haben sich bei meinen Versuchen für mich herauskristallisiert: das Basisrezept mit N1 und N2, eine weniger süße nur mit N1, und eine cremige Barista-Variante mit etwas mehr Öl und Lecithin für den Kaffee. Du findest sie hier.

Was gut lief, und was erst nicht
Die Zubereitung selbst war easy. Das erste Ergebnis dagegen war eben das, was viele erleben: Eher Haferschleimsuppe als Haferdrink. Die Mila nimmt dir also Arbeit ab, aber sie ist noch kein Garant für die perfekte Hafermilch*. Der Wendepunkt kam, wie oben beschrieben, mit dem Enzym N1.
Ganz perfekt war es damit für mich aber noch nicht. Im Drink waren noch feine Krümel, die im Hals kratzten. Mein Haarsieb hat dafür nicht gereicht, erst der Leinen Filterbeutel hat es gelöst. Ehrlich gesagt hatte ich vorher gedacht, die Maschine zerkleinert so fein, dass kaum was übrigbleibt. Das tut sie nicht ganz, und das Abseihen gehört für mich einfach dazu.

Einen Punkt kennen viele aus der Community: Bei ihnen ist die Mila schon mal übergekocht. Mir ist das nie passiert, und ich habe sogar etwas mehr Hafer verwendet, als früher empfohlen wurde. Mein wichtigster Tipp: Taste dich langsam an deine Menge heran, dann läuft nichts über.
Und für alle Ungeduldigen: Warte das Programm immer komplett ab, bis es piept, auch wenn der Drink schon in der Karaffe steht und alles fertig aussieht. Öffnest du die Klappe der Mixkammer vorher oder entnimmst die Karaffe, stoppt die Mila. Das gilt genauso für das Reinigungsprogramm.
Meine wichtigsten Tipps aus dem Mila-Test
- Bei Hafer zunächst mit kleineren Mengen starten.
- Das Programm immer vollständig bis zum Signalton durchlaufen lassen.
- Für einen besonders feinen Drink hat sich für mich der Leinen-Filterbeutel bewährt.
- Bei N1 und N2 auf die richtige Temperatur achten – Mengen und genaue Schritte findest du im Mila-Rezept.
- Nach der Reinigung die Mixkammer offen trocknen lassen und die regelmäßige Reinigung laut Hersteller nicht vergessen.
Meine Lieblingsvariante
Mein Favorit ist ganz klar die cremige Barista-Variante. Sie ist sämig, lässt sich feinporig aufschäumen und gehört jeden Morgen in meinen Kaffee. Ich bin richtig begeistert davon, wie gut mein selbstgemachter Haferdrink mit den Industriedrinks mithalten kann!
Weil hier aber der Gerätetest im Mittelpunkt steht und nicht das Rezept, halte ich mich bewusst kurz: Alle Mengen und Schritte zu den drei Varianten findest du gebündelt auf der Rezeptseite.
Wir nutzen die Enzyme in Verbindung mit der Mila und es funktioniert super. Selbst Freunde und Bekannte können keinen Unterschied mehr zu gekaufter Pflanzenmilch erkennen.
Sven · Community-Rückmeldung

Für wen lohnt sich die Mila?
Aus meiner Sicht lohnt sich der Pflanzendrinkbereiter Mila vor allem für Menschen, die nachhaltig leben wollen, also weniger Verpackungsmüll verursachen und sich pflanzlich ernähren wollen, und die trotzdem wenig Zeit haben. Kurz: für alle, die es sich einfach machen wollen, ohne auf frischen, selbst gemachten Haferdrink zu verzichten. Das Reinigungsprogramm ist für mich dabei ein echtes Plus, weil genau das im Alltag sonst der lästigste Teil ist. Eine weitere Stärke des Geräts ist, dass du damit auch Nussdrinks herstellen kannst.
Aber es gibt auch zwei kleine Mankos. Die Mila braucht relativ viel Platz auf der Arbeitsfläche. Durch die Glaskaraffe wirkt sie zwar hochwertig, klein ist sie jedoch nicht. Und wenn beim Einfüllen in die Mixkammer etwas danebengeht, ist das Saubermachen etwas mühsam, weil sich alles in den Kanten und Rillen sammelt. Für mich sind das Kleinigkeiten, aber du solltest sie kennen.

Mein Fazit zum Pflanzendrinkbereiter Mila
Die Mila hat für mich gehalten, was ich mir erhofft hatte. Nach ein paar Testläufen mache ich meinen Haferdrink einfach selbst. Cremig, ohne Schleim und ganz nach meinem Geschmack, mit wenig Aufwand und mit weniger Verpackungsmüll. Wenn du das genaue Rezept sehen möchtest, mit dem das gelingt, findest du es auf unserer Rezeptseite, und die häufigsten Fragen rund um Mila und Enzyme beantworten wir in den FAQ.
Ich hoffe, dieser Beitrag hilft dir zu deinem perfekten Haferdrink. Viel Freude beim Ausprobieren! Und wenn du magst, erzähl uns in den Kommentaren, welche Variante dein Favorit geworden ist.
Liebe Grüße, Nicola
FAQ zur Mila und zum Haferdrink
Ein wichtiger Unterschied liegt in der Verarbeitung. Bei einem einfachen selbstgemachten Haferdrink ohne Enzyme bleibt die Stärke teilweise erhalten – dadurch können sich Geschmack und Konsistenz deutlich von gekauftem Haferdrink unterscheiden. Mit N1 wird die verkleisterte Stärke abgebaut, mit N2 lässt sich zusätzlich die natürliche Süße entwickeln. Dadurch kommt das Ergebnis einem gekauften Haferdrink in Konsistenz und Geschmack deutlich näher. Industrielle Haferdrinks werden zusätzlich unter anderem homogenisiert und häufig weiter standardisiert bzw. stabilisiert mit Zusätzen wie Säureregulatoren.
Zu Hause entsteht ein weniger stark verarbeitetes Produkt, bei dem du selbst bestimmst, welche Zutaten hineinkommen. Mit den Enzymen, etwas Öl, ggf. Lecithin und guten Haferflocken kommst du dem gekauften aber richtig nah, nur eben frischer und ohne alles, was du nicht drin haben möchtest.
Das liegt an der Stärke im Hafer. Beim Erhitzen quillt sie auf und verkleistert, ähnlich wie bei Pudding oder Haferbrei, und genau das macht den Drink zäh und schleimig. Das Enzym N1 löst das: Es spaltet die Stärke auf, sodass der Haferdrink die Konsistenz erhält, die man von gekauften Drinks kennt.
Ja, meistens schon. Die Mila mixt sehr fein, aber ein paar feine Haferteilchen bleiben trotzdem im Drink und können im Hals leicht kratzen. Ein kurzes Abseihen durch den Filterbeutel macht den Haferdrink deutlich glatter und angenehmer, feiner als es ein Haarsieb schafft. Fürs bloße Trinken ist es Geschmackssache, für Kaffee und ein besonders seidiges Ergebnis lohnt es sich immer.
Das Erhitzen ist der Schlüssel zu gutem Haferdrink. Erst durch die Wärme wird die Stärke im Hafer aufgeschlossen, und genau das ist die Voraussetzung, damit die Enzyme überhaupt wirken und dem Drink eine glatte Konsistenz verleihen. Praktisch ist es obendrein: Nach der Enzymbehandlung kann der noch warme Drink direkt für Kaffee oder Kakao verwendet werden.
Zwingend nötig sind sie nicht, aber sie machen den entscheidenden Unterschied. Ohne Enzyme bleibt selbst gemachter Haferdrink meist schleimig und schmeckt eher fad. N1, eine Amylase, spaltet die Stärke auf und macht den Drink seidig, N2 sorgt für die natürliche Süße. Die Mila liefert mit ihrer Erwärmung die Grundlage dafür, denn erst das Erhitzen schließt die Stärke auf, damit die Enzyme wirken können.
Ja, das geht. Die Mila macht dir auch ohne Enzyme einen Haferdrink. Ehrlich gesagt wird er dann aber meist schleimig und schmeckt nicht so rund, das war bei unseren ersten Versuchen genau so. Die Enzyme sind also kein Muss, aber sie sind der Grund, warum der Drink am Ende schön cremig und angenehm süß wird statt zäh. Wer es einmal mit und einmal ohne probiert, schmeckt den Unterschied sofort.
Nötig ist es nicht, aber es macht es leichter. Die Enzyme wirken am besten in einem bestimmten Temperaturbereich, und mit einem Thermometer triffst du den ganz genau. Ohne geht es aber auch: Mit unserer Anleitung im Rezept für die Mila. Ein günstiges Küchenthermometer nimmt dir das Rätselraten aber ab und sorgt von Anfang an für ein sicheres Ergebnis.
